Kategorie Freie Pro­duk­tions­häuser 2024

FELD Theater für junges Publikum, Berlin

Drei Performer*innen in Bewegung. Auf ihre Körper wird Text projiziert.
„O (die shOw)“ am FELD Theater für junges Publikum, Berlin. \\ © Philipp Weinrich

In der Kategorie „Freie Produktionshäuser” wird in diesem Jahr das FELD Theater für junges Publikum in Berlin-Schöneberg ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit 100.000 Euro dotiert.

Jurybegründung

Das FELD Theater für junges Publikum in Berlin-Schöneberg ist ein innovativer, inklusiver und intergenerativer Produktionsort für künstlerische Begegnungen und Entwicklungen, der durch künstlerischen und strukturellen Wandel in Aktion überzeugt. Seit seiner Eröffnung im Dezember 2018 ist das FELD zu einem herausragenden Spielort für junges Publikum geworden, der sich in rasanter Weise neu- und weiterentwickelt und beweist, dass auch ein kleines Haus mit einem kleinen Team Großes schaffen kann. Die forschende und partizipative Arbeitsweise, die eine enge Zusammenarbeit mit Kitas, Schulen und sozialen Akteur*innen umfasst, fördert politisches Denken und Selbstermächtigung für junge Menschen sowie auch altersoffene Ansätze. In Eigenproduktionen und Koproduktionen unterschiedlichster Ästhetiken setzen sich renommierte Künstler*innen und Gruppen der Freien Szene, die hier oft zum ersten Mal für junges Publikum inszenieren, intensiv mit alltagsrelevanten Themen wie Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit und Zukunft auseinander. Dabei öffnet sich das Theater für die Nachbar*innen im Kiez und ist durch seine Kooperationen gleichzeitig auch international vernetzt. Besonders hervorheben möchte die Jury den Fokus des Theaters auf Inklusion und die Taube* Community, beides sehr konsequent sowohl personell als auch programmatisch verankert, wie durch bilinguale Produktionen mit integrierter Deutscher Gebärdensprache. Trotz seiner jungen Geschichte, aber mit einem geschärften Blick für Langzeitprozesse, trägt das FELD maßgeblich zu Fortschritt und Forschung im Kinder- und Jugendtheater bei und lässt auf nachhaltige Ergebnisse in Form von substanzieller Wissensproduktion hoffen. Dafür verdient es die Auszeichnung des Theaterpreis des Bundes 2024 in der Kategorie Freie Produktionshäuser.

Introducing

Magazin

  • Das Team des Feld au der Bühne mit Blumen und Urkunde.
    \\ Interview, TPB 2024

    „Ein Back-up, den wir wie einen Schatz hüteten“

    Gabi dan Droste, Künstlerische Leiterin des FELD Theaters, im Gespräch mit Christine Wahl über die schwierige Zeit nach dem Gewinn des Theaterpreises des Bundes und die Investition des Preisgeldes.

  • Drei Performer*innen im Stadtraum. Eine hockt auf einem Stein und spricht durch ein Megafon. Die anderen beiden schreien sie an. Eine Person trägt ein Fuchskostüm.
    \\ Interview, TPB 2024

    Schlau wie eine Fuchsklasse

    Was kann man Kindern als Publikum zumuten? Und wie verändert die Kooperation mit tauben Künstler*innen die eigene künstlerische Arbeitsweise? Die künstlerische Leiterin des FELD Theaters für junges Publikum, Gabi dan Droste, spricht im Interview mit Christine Wahl über das mannigfaltige Expert*innenwissen vom jungen Publikum.

  • Titelbild der Videovorstellung der Preisträger*innen 2024: Verlaufsfläche mit den Schriftfragmenten „Theaterpreis des Bundes 2024“.
    \\ Allgemein, TPB 2024

    Preisträger*innen stehen fest

    Der Theaterpreis des Bundes 2024 geht an die Schwankhalle in Bremen. Mit den Auszeichnungen werden das Ernst-Barlach-Theater, FELD Theater für junges Publikum und das Hessische Landestheater Marburg geehrt. Der Tabori Preis 2024 wird an Joana Tischkau verliehen.

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